{"id":2339,"date":"2021-11-25T12:35:30","date_gmt":"2021-11-25T11:35:30","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.ethz.ch\/energy\/?p=2339"},"modified":"2025-06-30T20:26:31","modified_gmt":"2025-06-30T18:26:31","slug":"h2-oder","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/energyblog.ethz.ch\/de\/h2-oder\/","title":{"rendered":"Wasserstoff w\u00e4re ein R\u00fcckschritt"},"content":{"rendered":"<p><strong>Wasserstoff als Hauptenergietr\u00e4ger w\u00fcrde die Energiewende verz\u00f6gern, sagt Anthony Patt. Wir sollten fossile Energie wo immer m\u00f6glich direkt durch erneuerbaren Strom ersetzen. <\/strong><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Wasserstoff f\u00fcr Transport und W\u00e4rme ist der falsche Weg<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Pl\u00e4ne, Wasserstoff zu einem zentralen Energietr\u00e4ger f\u00fcr eine klimafreundliche Zukunft zu machen, erachtet Anthony Patt als falsch. Wir sollten fossile Energie wo immer m\u00f6glich direkt durch erneuerbaren Strom ersetzen, vor allem im Verkehr und beim Heizen.&nbsp; <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Um die Erderw\u00e4rmung einzud\u00e4mmen muss die Welt bis Mitte Jahrhundert aus der fossilen Energie aussteigen. Wir bewegen uns nun in die richtige Richtung. Nahezu alle neuen Investitionen im Energiesektor fliessen in erneuerbare Energiequellen. Batteriebetriebene Elektrofahrzeuge (BEV) werden immer beliebter. Und die meisten neuen Geb\u00e4ude heizen nicht fossil. Klar gibt es H\u00fcrden. Das alles muss schneller gehen, und es braucht eine konsequentere Klimapolitik. Was den Wandel aus meiner Sicht jedoch am st\u00e4rksten gef\u00e4hrdet, kommt heute als Teil der L\u00f6sung \u00abgetarnt\u00bb daher: Wasserstoff.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Der falsche Hoffnungstr\u00e4ger<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"translation-block\">Wasserstoff ist wie Elektrizit\u00e4t ein Energietr\u00e4ger, keine Energiequelle. Man kann ihn auf drei Arten herstellen. <em>Grauer Wasserstoff<\/em>, der derzeit fast den gesamten Verbrauch ausmacht, wird aus Methan gewonnen, was erhebliche CO<sub>2<\/sub>\u2013 und unkontrollierte Methanemissionen verursacht. <em>Blauer Wasserstoff<\/em> ist wie grauer Wasserstoff, bei dem CO<sub>2 <\/sub>abgeschieden und gespeichert wird \u2013 doch aufgrund der Methanverluste (bzw. Methanschlupf) und der Prozessineffizienz <a href=\"https:\/\/onlinelibrary.wiley.com\/doi\/full\/10.1002\/ese3.956\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">emittiert blauer Wasserstoff immer noch mehr Treibhausgase<\/a> als das Erd\u00f6l oder Erdgas, welches er ersetzen soll.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"translation-block\">Gr\u00fcner Wasserstoff wird aus Wasser mittels Elektrolyse und erneuerbarem Strom produziert. Er verursacht keine direkten Emissionen und ist die einzige klimafreundliche Option. Das Problem mit gr\u00fcnem Wasserstoff ist jedoch, dass es in den meisten F\u00e4llen effizienter, kosteng\u00fcnstiger und ressourcenschonender ist, die erneuerbare Energie direkt zu nutzen. F\u00fcr das Gesamtsystem sind diese Aspekte entscheidend.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Wettbewerbsf\u00e4hig und vern\u00fcnftig<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"translation-block\">Nehmen wir den Landverkehr. Heutige BEV sind bez\u00fcglich Kosten im Vergleich mit Benzin- und Dieselfahrzeugen wettbewerbsf\u00e4hig und gewinnen schnell Marktanteile. Ihre <a href=\"https:\/\/www.sciencedirect.com\/science\/article\/pii\/S1361920917310295\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Reichweite gen\u00fcgt f\u00fcr 99 Prozent aller Fahrten<\/a>, und f\u00fcr die restlichen 1 Prozent bieten Schnellladeger\u00e4te entlang den Autobahnen zus\u00e4tzliche Reichweiten von \u00fcber 400 km in weniger als 30 Minuten \u2013 was etwa den Pausen entspricht, die Autolenker ohnehin ben\u00f6tigen. <a href=\"https:\/\/www.sciencedirect.com\/science\/article\/pii\/S2542435121001306\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Neue Studien<\/a> zeigen, dass batterieelektrische Lastwagen nun auch auf langen Strecken <a href=\"https:\/\/insideevs.com\/news\/336826\/making-sense-out-of-teslas-semi-truck-economics\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">wirtschaftlich werden und gleich gut funktionieren<\/a>. Es gibt Bedenken wegen der umweltbelastenden Batterieproduktion; hier k\u00f6nnen und werden <a href=\"https:\/\/www.europarl.europa.eu\/RegData\/etudes\/BRIE\/2021\/689337\/EPRS_BRI(2021)689337_EN.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Konzepte<\/a> der <a href=\"https:\/\/www.nature.com\/articles\/s41893-020-00607-0\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kreislaufwirtschaft<\/a> Abhilfe schaffen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Grundinfrastruktur f\u00fcr das Aufladen von BEV \u2013 das Stromnetz \u2013 ist bereits vorhanden. Mit steigender Zahl an BEV auf den Strassen k\u00f6nnen wir gleichzeitig die erneuerbare Stromproduktion und das Netz an Ladestationen sukzessive ausbauen.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00c4hnlich verh\u00e4lt es sich mit W\u00e4rmepumpen. Sie sind die effizienteste Art, mit erneuerbarer Energie zu heizen und sind in den Kosten konkurrenzf\u00e4hig. Auch hier kann die Infrastruktur schrittweise mit dem steigenden Marktanteil der W\u00e4rmepumpen wachsen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Ineffizient, teuer und langsam<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"translation-block\">Zum Wasserstoff. Ein Vorteil von Brennstoffzellen-Elektrofahrzeugen (FCEV) besteht darin, dass man sie schneller auftanken kann als BEV laden. Das f\u00e4llt jedoch je l\u00e4nger je weniger ins Gewicht, weil Ladegeschwindigkeit und Reichweite von BEV kontinuierlich steigen. Ein wesentlicher Nachteil von FCEV ist, dass ihr Gesamtwirkungsgrad \u2013 von Strom zu gr\u00fcnem Wasserstoff, zur\u00fcck zu Strom und aufs Rad \u2013 nur <a href=\"https:\/\/insideevs.com\/news\/332584\/efficiency-compared-battery-electric-73-hydrogen-22-ice-13\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">die H\u00e4lfte bis ein Drittel desjenigen von BEV<\/a> betr\u00e4gt. Der h\u00f6here Energieverbrauch macht FCEV deutlich teurer als BEV, Benzin oder Diesel. Ausserdem braucht es eine <a href=\"https:\/\/www.glpautogas.info\/en\/hydrogen-stations-switzerland.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">neue Infrastruktur, um Wasserstoff zu verteilen und zu tanken<\/a>. Diese m\u00fcsste im Gegensatz zu BEV zuerst errichtet werden, bevor FCEV f\u00fcr den Massenmarkt geeignet w\u00e4ren.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>\u00abTrotz dieser Probleme gibt es viel politischen Enthusiasmus f\u00fcr Wasserstoff.\u00bb<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"translation-block\">Beim Heizen zeigt sich ein \u00e4hnliches Bild: Hier kommen zwar <a href=\"https:\/\/www.viessmann.co.uk\/heating-advice\/how-do-hydrogen-boilers-work\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00abwasserstofftaugliche\u00bb Heizkessel (Boiler)<\/a> auf den Markt, die ein Gemisch aus Erdgas und Wasserstoff verbrennen k\u00f6nnen. Reine Wasserstoffkessel, wie wir sie letztlich br\u00e4uchten, existieren noch nicht. Boiler bieten gegen\u00fcber W\u00e4rmepumpen kurzfristig den Vorteil, dass manche Geb\u00e4ude weniger stark saniert werden m\u00fcssen. Aber wie beim Verkehr gibt es gewichtige Nachteile. Heizen mit gr\u00fcnem Wasserstoff ben\u00f6tigt etwa sechsmal mehr erneuerbaren Strom als mit einer W\u00e4rmepumpe. Die Kosten fallen h\u00f6her aus, da mehr Energie verbraucht wird. Zudem w\u00e4re parallel ein neues Verteilsystem f\u00fcr Wasserstoff erforderlich, um reine Wasserstoffkessel einzusetzen [1] \u2013 und die br\u00e4uchten wir sp\u00e4testens bis 2050.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"translation-block\">Bei der Abkehr von fossilen Brennstoffen sehe ich den gr\u00f6ssten Engpass darin, die erneuerbare Elektrizit\u00e4t schnell genug auszubauen. In der Schweiz wird aktuell zwar mehr Photovoltaik-Kapazit\u00e4t installiert als je zuvor \u2013 doch wir m\u00fcssen diese <a href=\"https:\/\/www.bafu.admin.ch\/bafu\/de\/home\/themen\/klima\/fachinformationen\/emissionsverminderung\/verminderungsziele\/ziel-2050\/klimastrategie-2050.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Installationsraten noch vervierfachen<\/a>, wollen wir bis 2050 den Landverkehr vollst\u00e4ndig und das Heizen teilweise elektrifizieren. Setzt sich gr\u00fcner Wasserstoff durch, muss der ohnehin schon ambitionierte Ausbau deutlich schneller erfolgen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Der Hype um Wasserstoff<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"translation-block\">Trotz dieser Probleme gibt es viel politischen Enthusiasmus f\u00fcr Wasserstoff. Um es klar zu sagen: Nat\u00fcrlich gibt es Anwendungen, wo Wasserstoff die Dekarbonisierung unterst\u00fctzen kann, etwa als saisonaler Energiespeicher, bei der Stahlproduktion oder als Zwischenschritt bei der Synthese nachhaltiger Flugzeugtreibstoffe (siehe <a href=\"https:\/\/ethz.ch\/de\/news-und-veranstaltungen\/eth-news\/news\/2021\/11\/technische-machbarkeit-nachhaltiger-treibstoffe.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">ETH-News<\/a>). Die derzeit diskutierten Pl\u00e4ne gehen jedoch weit dar\u00fcber hinaus.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns has-background has-medium-font-size is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex\" style=\"background-color:#f4f4f5\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<p><strong>Energy Week @ ETH \u00fcber \u201cKlimaneutrale Schweiz 2050\u201d<\/strong><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:20%\">\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/energyblog.ethz.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/H2_pic2.png\" alt=\"\"\/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:80%\">\n<p>Die Rolle von Wasserstoff ist auch Thema an der Energy Week @ ETH 2021. Die viert\u00e4gige Konferenz des Energy Science Center (ESC) dreht sich um die Kernfrage \u00abKlimaneutrale Schweiz 2050: Welches Energiesystem brauchen wir?\u00bb. Der \u00f6ffentliche Event findet ab dem 30. November 2021 im Hybrid-Format statt.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/esc.ethz.ch\/events\/energy-week-2021.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Weitere Informationen und Anmeldung<\/a><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p class=\"translation-block\">Zum Beispiel die <a href=\"https:\/\/ec.europa.eu\/energy\/sites\/ener\/files\/hydrogen_strategy.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wasserstoffstrategie der EU<\/a>: Sie will Wasserstoff zu einem zentralen Energietr\u00e4ger f\u00fcr Landverkehr und W\u00e4rme machen und sieht Milliarden an \u00f6ffentlichen Mitteln f\u00fcr Forschung, Planung und den Bau der Infrastruktur vor. Die Schweizer Regierung hat <a href=\"https:\/\/www.energate-messenger.ch\/news\/215589\/berner-regierung-will-aufbau-von-h2-tankstellennetz-unterstuetzen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">keine derartigen Pl\u00e4ne f\u00fcrs Heizen<\/a>, aber einzelne Kantone haben signalisiert, dass sie den <a href=\"https:\/\/www.zh.ch\/de\/news-uebersicht\/medienmitteilungen\/2019\/10\/regierungsrat-kuenftig-auch-mit-wasserstoff-fahrzeugen-unterwegs.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ausbau der Infrastruktur f\u00fcr BEV und FCEV als gleichrangig<\/a> betrachten. Aus wissenschaftlicher Sicht ergibt das keinen Sinn.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Was steckt dahinter?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"translation-block\">Die beste Antwort, die ich finden kann: Das Wohlwollen gegen\u00fcber Wasserstoff scheint auf politische Einflussnahme zur\u00fcckzuf\u00fchren zu sein. Laut einem Bericht von Corporate Europe Observatory, einer Organisation, die den Einfluss von Firmen auf die EU-Politik untersucht, <a href=\"https:\/\/corporateeurope.org\/en\/hydrogen-hype\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">investiert die europ\u00e4ische Wasserstofflobby j\u00e4hrlich \u00fcber 50 Millionen Euro<\/a> in die Interessenarbeit. Gemessen an der Anzahl Treffen mit hochrangigen Mitgliedern der EU-Kommission \u00fcbertrifft die Wasserstofflobby Umweltorganisationen fast um das F\u00fcnffache. Die Mittel kommen in erster Linie von fossilen Energiefirmen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>\u00abWasserstoff ist die letzte \u00dcberlebenschance f\u00fcr die \u00d6l- und Gasindustrie \u2013 entsprechend spielen diese das politische Spiel. Sollten sie gewinnen, werden Umwelt und Gesellschaft verlieren.\u00bb<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"translation-block\">F\u00fcr die Branche macht das Sinn, denn mit der Energiewende drohen Gas und Erd\u00f6l obsolet zu werden. Die Kernkompetenz der fossilen Energiewirtschaft liegt in der Verarbeitung, Lagerung und Lieferung von Kraftstoffen \u00fcber Pipelines und Verkaufsstellen an die Kunden. Eine Priorisierung von Wasserstoff w\u00fcrde die Energiewende verlangsamen und die Lebensdauer der fossilen Assets verl\u00e4ngern. Steigt die Nachfrage nach Wasserstoff schneller als die Produktion von gr\u00fcnem Wasserstoff decken kann, w\u00fcrde grauer oder blauer Wasserstoff aus Erdgas verwendet.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Forschende schlagen Alarm<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"translation-block\">Ich bin nicht der Einzige, der besorgt ist. Einer der f\u00fchrenden Analysten f\u00fcr den Energiesektor und Cleantech, MichaelLiebreich, vermutete bereits, dass die \u00d6lindustrie Lobbyarbeit f\u00fcr Wasserstoff betreibt, <a href=\"https:\/\/www.rechargenews.com\/energy-transition\/liebreich-oil-sector-is-lobbying-for-inefficient-hydrogen-cars-because-it-wants-to-delay-electrification-\/2-1-1033226\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00abum die Elektrifizierung zu verz\u00f6gern\u00bb<\/a>. Britische Forschende wandten sich unl\u00e4ngst in einem offenen Brief an ihre Regierung und \u00e4usserten <a href=\"https:\/\/www.csrf.ac.uk\/2021\/09\/letter-to-prime-minister-boris-johnson-about-hydrogen-strategy\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">tiefes Bedenken wegen \u00e4hnlicher Pl\u00e4ne mit Wasserstoff<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p>Nochmal: In bestimmten Bereichen kann gr\u00fcner Wasserstoff sehr wohl zur Energiewende beitragen. Aber f\u00fcr Landverkehr und W\u00e4rme, die zusammen den L\u00f6wenanteil des fossilen Energieverbrauchs ausmachen, ist Wasserstoff eine denkbar schlechte Idee. Es ist die letzte \u00dcberlebenschance f\u00fcr die \u00d6l- und Gasindustrie, und entsprechend spielen diese das politische Spiel.<\/p>\n\n\n\n<p>Sollten sie gewinnen, wird sich der \u00dcbergang zu sauberer Energie verz\u00f6gern. Wir werden mehr Treibhausgase ausstossen. Mehr Land und Ressourcen verbrauchen. Und es wird mehr kosten. Die Umwelt und die Gesellschaft w\u00fcrden verlieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"translation-block\"><strong>If you are part of ETH Zurich, we invite you to contribute with your findings and your opinions to make this space a dynamic and relevant outlet for energy insights and debates. <a href=\"http:\/\/blogs.ethz.ch\/energy\/contribute\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Find out how you can contribute<\/a> and contact the editorial team <a href=\"mailto:energyblog@ethz.ch\">here<\/a> to pitch an article idea!<br><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Um die Erderw\u00e4rmung einzud\u00e4mmen muss die Welt bis Mitte Jahrhundert aus der fossilen Energie aussteigen. Wir bewegen uns nun in die richtige Richtung. Nahezu alle neuen Investitionen im Energiesektor flie\u00dfen in erneuerbare Energiequellen. Batteriebetriebene Elektrofahrzeuge (BEV) werden immer beliebter. Und die meisten neuen Geb\u00e4ude heizen nicht fossil. 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